Hallo liebe Leute, Türchen Nummer … Nein Spaß, falsche Seite, denn obwohl wir jetzt diesen feinen, speziellen Weihnachtskalender für euch haben, in denen zwei hübsche Reisende agieren, sollte keiner diese herzzerreißende Beiträge vergessen, die wir so emotional in die Tasten hauen.
Nach Airlie Beach, welches ich schöner fand als Robert, ging es weiter Richtung Townsville, die letzte große Stadt vor dem eigentlichen Ziel: Cairns. Townsville ist wunderschön. Es liegt inmitten von kleinen Bergen und hat eine bezaubernde Esplanade „The Strand“ sowie einen Campingplatz, einen Tankstellen-Parkplatz, welcher in Nähe der Stadt zum legalen Übernachten einlädt.
Am ersten Tag schauten wir uns das Aquarium an, welches das Great Barrier Reef nachstellt. Inmitten von kleinen Kindern, die Seesterne streichelten und andere Unterwasserwesen bestaunten, befanden wir uns. Ich machte natürlich alles mit und Robert zog ich hinter mir her. Es war süß. Wir redeten mit Will, dem Taucher und besuchten Schildkröten im Krankenhaus, die zu klein oder zu amputiert für die große See waren. Arme Schildis…
Tiefe Freundschaft mit Oskar
Und dann schloss ich am Abend auf dem Campingplatz eine tiefe Freundschaft mit Oskar. Oskar ist sehr hübsch, gesprächig, liebevoll und zärtlich. Zum Glück war Robert gerade nicht da. Oskar ist ein Opossum, etwas behaart und sehr gierig, aber trotzdem liebe ich ihn sehr, sodass ich mich stets durch parkende Autos kämpfe, um Oskar zu streicheln. Bestaunt ihn und die verfressene Julia im Türchen Nummer 16.
Am dritten Tag entdeckte ich alte Schnäppchenjägerin ein Angebot für eine günstige Fähre, die uns zu Magnetic Island brachte.

Der Quotenkoala: 1 von 800
Magnetic Island ist eine kleine Insel vor Townsville und hat die meisten freilebenden Koalas vorzuweisen – über 800. Ich war im siebten Himmel und plante schon, wie ich auf dem Baum springe und den Koala an meine Brust zerre (…nein…natürlich Spaß).
Im Internet las ich, dass sie am besten im National Park auf einem zweistündigen Wanderpfad zu beobachten seien. Also Wanderstiefel an, Selfie Stick gepackt, sprang ich in die Büsche. Und, fand … nichts. Robert nervte schon, weil wir immer an jedem Baum in der Mittagssonne bei 40 Grad in zwei Kilometer Steigung stehenblieben. Und wer mich kennt, weiß, dass man mich in diesem Moment nicht zum Feind haben möchte, wenn sich mein Wunsch nicht erfüllt.
Aber, gelassen wie ich bin, verfluchte ich alles und jeden ging trotzig weiter. Wir schauten uns zumindest das alte Militärgebiet an und machten uns wieder auf dem Rückweg. Robert sagte, dass die sich bestimmt aufgrund der Mittagshitze zurückgezogen hatten, aber das war mir egal. Es sind Koalas, die in Australien leben, also haben sie verdammt nochmal im Eukalyptus Baum zu sein, wenn ich da bin. Und siehe da: eins hatte sich erbarmt. Natürlich schlafend und kratzend fanden wir es richtig versteckt in einem Baum, der Quotenkoala: 1 von 800 – meine Laune stieg.
Wallaby Fütterung
Danach schliefen wir erstmal am Strand, rechts eine deutsche Gruppe, links eine deutsche Gruppe, überall deutsche Gruppen auf einer kleinen Insel, irgendwo in Australien, am Arsch der Welt von Deutschland. Ein bisschen wie die Japaner und Chinesen.
Auf dem Weg zurück zur Fähre sagte der Busfahrer auf einmal bei einem Haltestopp: Wallaby Fütterung. Roberts Ohren wurden größer und er fragte, ob wir raus wollen. Schwupps, liefen wir einer Gruppe Mädchen nach, die aber auch keinen Plan hatten, jemanden nach dem Weg fragten und wir immer hinterher. Wir lassen uns nicht abschütteln. Wir fanden uns bei großen Steinen wieder, auf und in denen wilde Wallabies leben. Sie sehen ein bisschen aus wie kleine Kängurus. Wallbies sind sehr sehr scheu, aber diese? Sobald sie es schon knistern hören, kamen sie angesprungen, ließen sich aus der Hand fressen und streicheln. Ein alter Mann verteilte kostenlos Futter und wir verliebten uns in die kleinen Beuteltiere. Eines von ihnen trug sogar ein haarloses Baby im Beutel. Ich liebe diese Insel!
Das Ultimatum
Gestern und heute, unser fünfter Tag in dieser Stadt (man darf eigentlich nur eine Nacht auf dem Parkplatz schlafen) gehen wir einer Sache auf den Grund. Wir haben nämlich ein neues Spiel erfunden: Finde einen Fehler an Sonia.
Vorab: wir hatten uns ein Ultimatum gesetzt, dass, falls Sonia vor Cairns noch einmal den Boden einer Werkstatt mit ihren kleinen, kaputten Reifen berührt, dann wird sie verkauft und wir reisen anders weiter. Gestern mussten wir ihren rechten Scheinwerfer auswechseln (zum Glück nur die Glühbirne). Da machte uns der Mechaniker auf den rechten Reifen aufmerksam, der Cairns nie erleben wird. Er meint, dass er bald platzen wird. Ihr hättet ihn sehen sollen: Man sieht die Naht! Ihr hättet mich sehen sollen: man sieht das Geld schwinden. Gott sei Dank haben wir noch einen Ersatzreifen. Sonia wird gerade in dieser Minute behandelt.
Frage an euch: sollen wir Sonia in Cairns verkaufen oder weiterfahren? Sie fährt gerade sehr gut. Schreibt uns euren Kommentar. Der nächste Bericht wird folgen …







…Kaufangebote einholen und dann, wenn möglich, für mindestens 3000.- AUD abstoßen.
Wieder schön geschrieben, Töchterchen, Kompliment!
Alles verkaufen und zurück kommen!