Wirklich großartig, die Freude bei uns könnte nicht geringer sein. Ganz toll habt ihr das da drüben wieder hinbekommen!  Wisst ihr, wir dachten wir wären hier im gelobten Land.

Und jetzt mussten wir durch die Presse und die Sozialen Medien erfahren, dass der eine unmenschlich große Trumpf, sich in Luft aufgelöst hat. Ganz richtig, die Gema-Sperre! Was haben wir Tag und Nacht darüber sinniert, wie toll es ist, dass wir hier schamlos und ohne Hindernisse jedes blödsinnige Video schauen können. Viele Abende haben wir damit zugebracht, friedlich den Gangnam Style am Lagerfeuer zu tanzen. Und nun wurde die Sperre eine Woche später in Deutschland abgeschafft. Toll, danke!

Happy Birthday Laura

Und was tut sich sonst noch hier unten? Wir lesen natürlich ganz fleißig alle eure Kommentare. Demnächst wird es eine Kommentar – Antwort – Runde geben. Wer also die Chance noch nutzen möchte, etwas Wunderschönes zu hinterlassen, der sollte JETZT anfangen zu tippen.

Ansonsten stand ein weiteres Highlight, der Geburtstag von Laura, an. Leider ist es bei ihr inzwischen so weit, dass man nicht mehr über die Jahreszahl sprechen möchte, weshalb ich ihr wahres Alter verschweigen muss und natürlich nötigt sie mich in dieser Sekunde nicht zu der Aussage, dass sie zarte 18 geworden ist.

Wir wollten in ihren Geburtstag reinfeiern, weshalb wir uns nach einer geeigneten Lokalität in Brisbane umgeschaut haben. Zur Erläuterung und auch um die Peinlichkeit zu mindern muss man sagen, dass die Aussies nicht so viel Ahnung von einem richtig schönen Gericht haben. Viel Weißbrot, keine gute Wurst und auch sonst stehen wir praktisch jeden Tag vor der Herausforderung uns halbwegs gesund zu ernähren. Wofür haben wir uns also entschieden? Natürlich, ein deutsches Restaurant und wie ihr euch denken könnt, steht deutsch nicht für deutsch, sondern für bayerisch. Und wie sollte es anders sein, feiern die Aussies natürlich auch noch am 29.10. das Oktoberfest. Was für ein Frevel, diese Banausen!

Der Türsteher

Und dass wir auch einmal Glück haben, stellte sich bereits beim Einlass heraus. Laura hatte bei heißen Temperaturen ihre Flippis angelassen und wurde prompt von einem der Türsteher (ja, tatsächlich Türsteher) aufgehalten, weil sie festes Schuhwerk benötige. Zum Glück hatten wir anders als beim eigentlichen Plan das Auto nicht in einem anderen Stadtteil geparkt, um mit der U-Bahn zu fahren, sondern standen nur 3 Minuten entfernt. Die Divise hieß also freundlich lächeln und ab zum Auto. Auf dem Weg dorthin schmiedeten wir natürlich gemeine Pläne, wie wir den schwitzigen Typen am Einlass doch noch provozieren könnten, ließen diese Gedanken des Abends Willen aber wieder fallen.

Der zweite Anlauf glückte dieses mal ohne weitere Komplikationen, bis auf die Tatsache, dass wir vor dem Zutritt eine Karte mit unserer vollständigen Adresse ausfüllen mussten. Das war sowas wie unsere Eintrittskarte für den “Deutschen Turnverein Brisbane”, welcher, glaube ich, 1837 gegründet wurde. Aber soll es das gewesen sein? Natürlich nicht. Wir hatten vorher reserviert, um uns einen der besten Plätze zu sichern, was ad absurdum geführt wurde, als uns der nette Herr vom Einlass erklärte, dass wir uns in der Schlange anstellen sollen, um unser Essen zu bestellen. Problem? Naja, die Schlange war gefühlt 50 Meter lang. Die Zeit vertrieben wir uns mit der Getränkekarte. Nur deutsches Bier, ich war im Himmel.

Barbecue am Strand

20161030_rola_an019020161030_rola_an0191Nach dem Genuss von Bratwürsten und Leberkäse hatten wir eigentlich noch angedacht, dass Nachtleben in Brisbane unsicher zu machen, doch wie es sich für richtig alte Menschen gehört, entschlossen wir uns einfach am Strand reinzufeiern. Lauras Geburtstag wollten wir unter anderem mit einem schönen Barbecue am Strand feiern. In Australien stehen überall öffentliche Kochplatten, sodass man nur sein Steak mitbringen muss und schon kann es losgehen. Was macht man aber, wenn man fertig ist und die Platte einfach nicht mehr auszuschalten ist? Als wir am Strand saßen, zogen immer noch Rauchschwaden durch die Gegend, aber alles ist gut gegangen. Halt! Nein, nicht alles. Denn eine Windböe entschloss sich meinen Teller mitzunehmen und so durfte ich mit Zähneknirschen meine Wurst zu Ende essen.

Business in Australia

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich das Putzgeschäft von Christine effektiver führen könnte, wenn sie mich doch nur lassen würde. Seit geraumer Zeit gehe ich ihr nun mit Ideen auf die Nerven, wie man das ganze besser gestalten könnte. Mittlerweile spricht sie davon, dass sie um die 40 neue Mitarbeiter einstellen möchte und auch wir sollen am 14. unsere erste Bewährungsprobe als Teamleader bekommen. Blöd ist, dass wir spätestens am 17. unseren letzten Arbeitstag absolvieren wollen. Ich weiß immer noch nicht, wie ich das vermitteln soll.

Und sonst so? Ab dem 10. November sind wir auf Fraser Island. Bin schon ganz aufgeregt. Die Bilder im Prospekt versprechen einiges und demnächst geht es für einen mehrtägigen Segelturn nach Whitsunday Island. Aktuell treiben wir uns in Maroochy herum. Der Strand ist fantastisch, die Wellen sind deutlich größer als wir und unsere Tauchausrüstung kommt inzwischen regelmäßig zum Einsatz. Leider können Worte nicht beschreiben, mit welchen Heldenmut ich mich in die Wellen stürze.

Aber seht selbst:

Wir hoffen es geht euch allen gut und ihr friert euch bei 5° alle schön den Arsch ab. Ich schwitze beim Sitzen, was aber keine Häme sein soll. Hab euch lieb.