Was würdet ihr erwarten, wenn man 40 Stunden non stop unterwegs ist und mehr als 17.000 km um die Welt nach Sydney fliegt?
Deutsche überall
Ein Känguru am Gate? Eine Gruppe Aborigines, die eine Didgeridoo Sonate anstimmen? Nein – es sind Deutsche! Die ersten sind uns direkt nach der Ankunft im Airport begegnet. Wir saßen vollkommen fertig auf einer Bank, als direkt hinter uns zwei junge Mädels ihre Konversation auf deutsch starteten. Und heute, als wir endlich in der Innenstadt von Sydney angekommen sind, sahen wir dort zwei Gruppen, die sich jeweils über Dynamo Dresden Cappies und Jutebeutel mit dem Wort “läuft” outeten. Es waren zum Glück nicht die für Deutsche standardisierten Tennissocken, die hier herhalten mussten. Neben diesen Gruppen gab es auch Bauarbeiter anzutreffen, die sich im besten Plattdeutsch über den Kaffee austauschten. Das war direkt 3 Minuten nach dem wir an der Hafenpromenade angekommen waren.
Australische Lebensart
Aber beginnen wir wieder mit einer netten Anekdote über die Menschen hier. Voller Tatendrang stapften wir um acht aus dem Haus und rannten in altbekannter Manier Richtung Busstation. Als der Bus eintraf fragten wir den Fahrer, ob wir auch “Cash” zahlen könnten und zückten unsere 20 Bucks. Der Fahrer blickte uns etwas enttäuscht an und sagte uns, dass wir bei der Rockdale Station zu ihm kommen sollten, weil er nicht wechseln kann. Angekommen taten wir das natürlich. Er winkte Laura vorbei und wir hatten eine Freifahrt erhalten. Immerhin mehr als 4 Bucks gespart. An der nächsten Station fragte Laura noch eine rüstige Omi nach der Möglichkeit des Ticketerwerbers, welche mit “no problem darling” beendet wurde. Diese Australier…
Wie zu erwarten war ist Sydney eine wunderschöne Stadt, die sehr viel Qualität besitzt. An allen Ecken entstehen neue, moderne Gebäude, die Straßen sind sehr sauber und was auffällt – es sind fast keine Graffiti vorhanden. Außerdem war auffällig, dass die Stadt heute gegen 09:00 sehr leer war für einen Samstag. Erst im Laufe des Tages füllte sich die Innenstadt.
Laura: In jedem Satz, den ich von mir gab, kam das Wort “schön” vor. Sydney ist so vielseitig. Hohe Wolkenkratzer, alte Bauwerke, Parkanlagen, Rosengärten … seht selbst.
Alles *etwas* teurer in Sydney

Beim Mittagessen hatten wir Angst, dass uns die Möwen auf dem Kopf kackten. Die waren gieriger als meine Schwester und schauten uns mit ihrem Möwen-Hundeblick an. Möwe Billy war einer von der ganz aggressiven Sorte. Mit eingezogenen Schultern jagte er die anderen (siehe Bild).
Wir kauften sehr günstig (nur 42 A$) ein bisschen Schinken und Toastbrot. Wenn wir weiter so wenig für so viel einkaufen, sind wir eher wieder in Deutschland als ein Koala von seinem Baum herunter klettert.
Als wir wieder in unserer Unterkunft ankamen, legten wir uns für eine halbe Stunde aufs Ohr – und wachten um 10 Uhr abends wieder auf. Nach acht Stunden Fußmarsch machte sich dann doch der Jetlag bemerkbar.
Hier seht ihr noch den schönen Blick von unserer Umgebung:





Euere Schilderungen einfach spitze; wie immer kurzweilig und humorvoll. Man fühlt sich mitten im Geschehen. Wir fiebern schon den nächsten Erlebnisberichten entgegen.