Die letzten zwei Tage waren sehr erlebnisreich und anstrengend, sodass wir immer um acht ins “Bett” bzw. auf die Matratze gefallen sind.

Wir kaufen unseren Van

Nachdem wir in Roberts Geburtstag am Strand nahe unserer Unterkunft mit illegalem Sekttrinken reinfeierten und wir große Probleme mit dem Abheben von Geld hatten, konnte es am nächsten Tag eigentlich los gehen. Es war abgemacht, dass wir uns mit dem Franzosen um 3 Uhr treffen, das Auto kaufen und dann Richtung Kiama “Budderoo National Park” aufmachten, um Roberts großen Tag zu feiern.

20160829_rola_an0044Der Franzose kam erst 16.30 Uhr und wir konnten die 3200 A$ nicht aufbringen, weil die Bank ein Limit von 1000 pro Nase festgesetzt hatte. (JaJa Tom, die Franzosen waren auch der Meinung, dass es da kein Limit gibt!) Also überredeten wir ihn, dass wir das restliche Geld per Onlinebanking überweisen. Er erklärte uns nochmal alles Frauensicher, sodass wir am Ende auch wussten, wo die Bremsflüssigkeit und sowas reinkommt.

Auf die Frage von Robert “Kann das Benzin im Kanister bei großer Hitze explodieren?” winkte er nur ab und sagte “ach, dann musst du nur mal so den Druck rauslassen und dann gehts”. Beruhigend.

Robert ist ein sehr guter Fahrer

Da der Van in einer kleinen scheiß Parklücke parkte und Robert rückwärts ohne Servolenkung dieses Riesending fahren musste, sprang ich wie wild herum, gab jedem Aussie zu verstehen, dass sie die Lücken freihalten sollen. Naja, zumindest konnten wir dann nach dem Tanken los.

Robert ist ein sehr guter Fahrer. Er ist bis jetzt immer gefahren und meistert trotz anfänglichen Schwierigkeiten bzgl. Linksverkehr und dritter Gang (den bekommt man nicht soo gut rein) alles. Das Auto kommt nicht so gut den Berg hoch (schafft insgesamt 80 km/h mit Wind) aber es fährt! Es war schon abends als wir Richtung Kiama losfuhren. Wegen Naviproblemen (und wegen mir) verfuhren wir uns einmal, sodass Robert auf dunklen up & down Straßen Sonia antreiben musste und zu Höchstleistungen animierte. Wir schliefen nach langer Suche auf einem Parkplatz direkt an der Ostküste in Kiama und wachten mit folgendem Blick auf:

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Robert: Mit Sonia ist das so eine Sache – auf der einen Seite lieben wir sie sehr, auf der anderen riecht sie die ganze Zeit nach Benzin und ich muss sie auf den Ups und Downs so hetzen, dass uns warm unterm Hintern wird. Das ist tatsächlich so, da wir auf dem Motor sitzen und deshalb auch bei Kälte keine Heizung im Auto benötigen. Den 3. Gang so zu finden habe ich inzwischen aufgegeben, aber ich habe mir eine List überlegt. Wenn ich den 4. einlege kann ich ganz einfach in den 3. hochschieben. Das klappt bislang wirklich fantastisch! 😀

Regenwald mit Wasserfall

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Bei unserer Tour, gestern am 30.08., haben wir zwei Nationalparks besucht. Zu erst war der Budderoo dran. Diesen hatten wir auserwählt, weil er auf unserer Strecke Richtung Adelaide lag. Dort haben wir uns den Regenwald inklusive Wasserfall angesehen. Dumm daran war, dass der “Hauptwasserfall” und die dortige Plattform wegen Bauarbeiten für Besucher gesperrt war. So hätten wir uns mit der mickrigen Version abfinden müssen. Pah! Bei weitem nicht. Nach dem 30% Aufstieg und einer Strecke von vier km konnte uns das “DANGER!!!” Schild und das Schloss nicht von der Plattform abhalten. Mitten im Regenwald kletterten wir über die Absperrung (unter uns 5 m tief der Boden) und rannten unter der Angst erwischt zu werden Richtung Plattform. Dort bot sich uns ein herrlicher Anblick.

Änderung der Reiseroute

Nachdem wir uns den Park ausführlich angeschaut hatten, wollte ich noch kurz zur Rezeption um zu fragen, ob das schon der gesamte Park gewesen wäre. Daraus wurde ein einstündiges Gespräch, in dessen Verlauf noch drei weitere Ranger dazustießen, um uns mit Tipps zu versorgen. Unter anderem wurden wir dafür gelobt, dass wir nicht den korrekten Kaufpreis des Autos im Kaufvertrag notiert hatten. “Everybody does it here, don´t worry.” Wir hatten dies gemacht, damit bei der Anmeldung weniger Steuern abgetreten werden müssen. 🙂 (Pssssht)

Der wichtigste Fakt bei dem Gespräch war, dass die Australier nicht viel davon hielten, dass wir nach Adelaide wollten. Ich hatte erwähnt, dass wir ein sehr altes und sehr schwerfälliges Auto fahren, was kaum über die Berge kommt. Deshalb rieten uns die Ranger dazu, wieder Richtung Norden zu fahren, um nach Queensland (Bundesstaat) zu kommen, weil dort die Anmeldung des Autos am günstigsten wäre. Außerdem ist dort gerade Frühling und die Fruit Picking Saison startet, was viel Arbeit bedeutet.

Wir sitzen jetzt seit mehr als einer Stunde im Euro Café und schnorren W-Lan. Ich glaube, die Besitzer finden das nicht so cool. Deswegen wird Part 2 im Laufe des Tages veröffentlicht. Ihr schlaft ja sowieso noch. 😉